The Coins of Judas (Scott McBain)

Lange, wirklich sehr lange lag dieses Buch auf meinem SuB. Damals als ich das Buch kaufte, gab es den Begriff SuB nicht einmal. Es ist eines der ersten Bücher, die ich mir auf Englisch kaufte. Damals sah es in meiner Umgebung eher Mau mit englischsprachigen Büchern aus, die mich interessierten. Dieses Buch habe ich im Jokers Katalog entdeckt, als dieser noch ein großes Angebot englischsprachiger Bücher bewarb. Da gerade der Dan Brown Wahnsinn durch die Buchhandlungen preschte und ich den Verschwörungsthriller "Die Geheimloge" von Scott McBain gelesen hatte erhoffte ich mir auch von diesem McBain gute Unterhaltung mit vielen abstrusen Verschwörungstheorien.
Warum das Buch so lange auf meinem SuB liegen blieb weiß ich gar nicht mehr genau. Es gab immer mehrere andere Bücher, die mich gerade mehr interssierten. Wie das eben so ist.
Das Buch ist zwar neuwertig, sieht mit seinen gelben Seiten aber mittlerweile schon prähistorisch aus.
Irgendwann überkam es mich plötzlich und ich fing doch an, den Judasfluch (deutscher Titel) zu lesen. Hätte ich es doch sein lassen. Das Buch hat mich in eine wirklich tiefe Leseflaute katapultiert und ich habe mich wirklich oft gefragt: wie viele Seiten sind es denn noch? Aufhören konnte ich dennoch nicht, da ich bis zum Schluss auf Besserung hoffte - und enttäuscht wurde. Umso größer war die Freude auf der letzten Seite über die Bezwingung dieses "Schundschinkens".

Inhaltsbeschreibung
Paul Stauffer, Professor für forensische Psychiatire ist ehrgeizig, erfolgreich und hat eine wunderbare Familie. Als ein unscheinbarer Silberling in seinen Besitz gelangt, ergreifen Machtstreben und Ehrgeiz von seiner Seele Besitz und treiben ihn in die Fänge eines uralten Dämons. Nur die vatikanische Inquisition kann die dunklen Mächte nun noch stoppen.

Rezension
Seltenst habe ich eine Aneinanderreihung solch abstruser und schlecht erzählter Gedanken erlebt. Hier trifft eindeutig wiedereinmal der Satz "Weniger ist manchmal mehr zu". Zwischen, forensischer Psychiatrie, Mord, Gerichtsdrama, Antiker Mythologie, Mystery und vatikanischen Verschwörungstheorien fehlte wirklich fast nichts mehr. Manche Szene habe ich schlicht und einfach nicht verstanden. Die sphärischen Gedankengänge beim Kampf von Gut gegen Böse auf mir völlig unerklärlichen "Ebenen der Macht" haben sich mir komplett entzogen.
Spannung kam nicht wirklich auf. Ich habe mich mühsam von einer Szene zur nächsten gelesen. Das Erzähtempo war wirklich sehr zäh, der Erzählstil sehr oberflächlich, nüchtern und in keinster weise mitreißend.
Die Charaktere wurden einfach gezeichnet und konnten mich in ihrem steorotypen Dasein nicht bewegen.
Abschließend bleibt mir nur eins zu sagen: Eines der schlechtesten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Ich werde mit Sicherheit kein weiteres Buch von Scott McBain lesen.
Interessant, dass alle Bücher von Scott McBain weiterhin erhältlich sind, mit einer Ausnahme: welche das wohl ist?!

Buchinformation

Titel: The Coins of Judas (Taschenbuch)
Autor: Scott McBain
Seiten: 448
Verlag: Harpercollins
Preis: ?
Erscheinungstermin: 2002

Vergriffen!



Titel: Der Judasfluch (Taschenbuch)
Autor: Scott McBain
Seiten: 544
Verlag: Knaur
Preis: ?
Erscheinungstermin: 2004

Vergriffen!

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